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Wilhelm Zimmermanns Arbeiten zeichnen sich nicht zuletzt durch eine – oft unheimliche, nicht selten befremdende – Kraft der Zuspitzung aus. Da wird mit einem einzigen Kunstgriff ein unvergesslicher Blickfang geschaffen. Er legte es fortan kontinuierlich darauf an, vor allem mit seinen Plakaten und Titelbildern aufzufallen, die Leute zu ärgern, zu provozieren, herauszufordern, zu verschrecken. Was immer man von den vielen Werken dieses Überraschungs- und Erschreckenskünstlers
halten mag, gleichgültig lassen Sie einen nicht, man sieht sich geradezu zur Stellungnahme genötigt. Ob sich der Wald in einer Todesanzeige selbst betrauert, ein Rentner wegen Sparmaßnahmen von einem riesigen Rotstift erstochen wird oder ein hungerndes Kind unter einen lukullisch überladenen Tisch gesetzt wird: Zimmermann ist ein Meister seiner Eindeutigkeit. Zimperlichkeit ist seine Sache offensichtlich nicht.
Er dürfte es immer geschafft haben, auf einen noch so groben Keil einen noch gröberen zu setzen. Angriff und Gegenangriff: das scheint ihn anzutreiben. Er setzt seine Einsichten und Aussichten so – im Wortsinne – plakativ ins Bild, das man sich bekennen will, wenn schon nicht muss. Zimmermann fordert Streit, Zorn, Bekenntnisdrang.



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